TeeMobil Schnackenburgallee

Exkursion am 7. Dezember 2016

Exkursionsteilnehmerinnen: Sania, Silvie, Yasamin, Katharina, Emi
Kurzprotokoll: Cornelia

Sami, der Gründer des TeeMobil. Bildquelle: http://teemobil.de/

Das „Camp“ in der Schnackenburgallee ist riesig. Bis zu 3000 Bewohner/innen leben hier in Containern. Die Freiwilligen vom TeeMobil gehören schon fest zu dieser Erstaufnahmeeinrichtung. An der Pforte nahm uns ein Sicherheitsmann spontan an die Hand und begleitete uns über das Gelände.

Anders als wir erwartet hatten, besuchten an diesem Abend nicht die Erwachsenen aus dem Camp das TeeMobil, um ein Heißgetränk zu sich zu nehmen und miteinander oder mit den Ehrenamtlichen ein bisschen zu plaudern. Schon beim Aufbau des kleinen Büffets, beim Obstschneiden und Keksesortieren half eine ganze Horde Kinder.

Spontan abgefragt, waren an diesem Abend mindestens fünf Nationen vertreten – Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Eritrea… Viele Kinder leben schon seit einem Jahr in der Schnackenburgallee. Einige von ihnen besuchen eine Schule in Hamburg, sie würden aber gerne viel mehr Unterricht haben und viel mehr lernen.

Der Geräuschpegel entsprach der Gruppenzusammensetzung – und auch das Begleitprogramm, das in Bildermalen, Papierschnippeln und Kunstwerkekleben bestand. Wir waren sehr beeindruckt von den guten Deutschkenntnissen der Kinder – und der Ausdauer der Freiwilligen, die schon über viele Wochen das TeeMobil an diesem Standort betreiben.

Das Essen – Obst, Gemüse, Knabberzeug und Süßigkeiten – wird von großen Firmen, Biohöfen und Privatleuten gespendet. So gibt es jedesmal ein schmackhaftes und vitaminreiches Angebot für die jungen Gäste. Es wird insgesamt sehr auf Hygiene geachtet. Alle tragen Haushaltshandschuhe, wenn sie mit den Lebensmitteln umgehen. Jedes Kind darf sich eine kleine Tüte holen – unfassbar die (zugegeben kurzweilige) Disziplin, während sie in einer Schlange anstehen.

Nach anderthalb Stunden wurde mit vereinten Kräften alles abgebaut, der Boden und die Tische gereinigt, die Kinder zu ihren Eltern geschickt… ein kurzer, aber intensiver und quirliger Spuk.