TeeMobil Grellkamp

Exkursion am 7. Dezember 2016

Exkursionsteilnehmerinnen: Svenja, Rainer, Sandra, Fennek Fox
Vor Ort standen uns die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen Liza, Norbert, Kerstin, Jan und Mustafa für Fragen zur Verfügung.


Jennifer, Sabrina, Lynn und Rayén in der Teeküche in Langenhorn

Was ist und was macht das TeeMobil?

Der Verein TeeMobil ev. wurde im Mai 2016, von Sami Khokhar in Hamburg gegründet. Bereits im September 2015 wurde Herr Khokhar auf die schlechten Umstände und lange Wartezeiten für ankommende Geflüchtete, in der zentralen Erstaufnahme in Hamburg Harburg, aufmerksam. Als Vorstand der Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR und ehrenamtlicher Helfer, war es ihm ein Anliegen, den Geflüchteten in Harburg ebenso zu helfen. Mit Einkochautomaten ausgestattet und mit Unterstützung von Anwohnern, konnte erstmalig Tee, Gebäck und Obst an Geflüchtete verteilt werden. Da das Angebot dankend angenommen wurde, weitete sich das Projekt auf weitere fünf Erstaufnahmen in ganz Hamburg aus. Die Ehrenamtlichen HelferInnen verteilen jeden Abend an verschieden Orten, warme Getränke, Süßigkeiten, Obst und Knabbereien an ca. 200-300 Geflüchtete pro Erstaufnahme. Das TeeMobil finanziert sich ausschließlich über Sachspenden und wird durch das hohe Engagement, ehrenamtlicher MitarbeiterInnen und durch die Annahme und Freude der Geflüchteten daran, am Leben erhalten.

Mit wem haben wir gesprochen?
Was ist seine/ihre Funktion?

In der zentralen Erstaufnahmen in Langenhorn hatten wir die Möglichkeit, sechs ehrenamtliche MitarbeiterInnen des TeeMobils zu interviewen. Das Team ist bunt gemischt, es setzt sich aus Leuten aus verschiedenen Alters- und Berufshintergründen zusammen,  selbst ein ehemaliger Bewohner der Erstaufnahme hilft vor Ort tatkräftig mit. Die anstehenden Aufgaben werden unter den anwesenden HelferInnen verteilt. Jeder tut was er kann und wo er/sie gebraucht wird. Die MitarbeiterInnen arbeiten Hand in Hand und waren sich keiner Arbeit zu schade.

Was haben wir erlebt, erfahren, mitgenommen?

Neu für uns war, dass sich die MitarbeitenInnen des TeeMobils nicht ausschließlich um die Ausgabe der Getränke und der angebotenen Speisen kümmern, sondern weit darüber hinaus auch mit den geflüchteten Kindern malen, spielen, sowie Gespräche und Spielabende vor Ort anbieten. Des weiteren kümmern sich die MitarbeiterInnen um das Abholen der Spenden, den Abwasch, die Zubereitung der Heißgetränke und um die Einarbeitung der neuen Helfer. Den HelferInnen ist ebenso hoch anzurechnen, dass sie den Aufenthaltsraum der Erstunterkunft komplett neu ausgestattet haben und diesen sehr freundlich und einladend gestaltet haben.

Es findet ein kultureller Austausch statt und das haben wir auch zu spüren bekommen. Wir haben das Gefühl vermittelt bekommen, dass das Ganze sehr organisiert und geplant abläuft und alle Seiten davon profitieren konnten.

Am überraschendsten war wohl die aktive Mitarbeit vor Ort für uns Teilnehmer gewesen. Wir waren uns im Vorfeld darüber nicht bewusst, dass wir dort die Möglichkeit bekommen, uns zumindest für einen Abend mit einbringen zu können. Auch die rege Anteilnahme, Herzlichkeit und Offenheit der Geflüchteten und MitarbeiterInnen war beeindruckend. Faszinierend, dass so viele Geflüchtete diese Möglichkeit angenommen haben und dass die HelferInnen ihre Unterstützung, vollkommen bedingungslos geben. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und besonders die Kinder haben uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern können!

Am Ende der Exkursion sind dennoch ein paar Fragen unbeantwortet geblieben. Bekommt das TeeMobil seine Sachspenden ausschließlich von Privatpersonen, oder gibt es Supermärkte, Initiativen und Vereine, die regelmäßig größere Mengen spenden? Auch auf meine Frage, ob es nicht sinnvoll wäre , auf abwaschbare Plastikbecher und Teller umzusteigen, anstelle von Einmalgeschirr zu verwenden, gab es keine Antwort.