Sprachbrücke Hamburg – Ein Neubeginn!

Schon seit zwei Jahren gibt es für eine Freundin und mich die Sprachbrücke, einen Verein, der inzwischen in allen Stadtteilen Hamburgs Räume öffentlicher Einrichtungen nutzt, um Migrant/innen beim Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen.

Mit diesem Verein kamen wir im Frühjahr 2015 ins Gespräch, dies ist nun rund zwei Jahre her. Seither haben sich die von uns organisierten Gesprächsrunden in ihrer Zahl vervielfacht, doch sie alle folgen demselben Grundprinzip: jeder und jede Deutschlerner*in ist eingeladen, sich mit dem Team der Moderatoren über ganz alltägliche Dinge zu unterhalten. Wir stellen eine entspannte und völlig zwanglose Kommunikationssituation her, in welcher die Teilnehmer*innen sich frei entfalten dürfen, gern auch in gebrochenem Deutsch oder unter Einstreuung englischer Begriffe. Im Vordergrund stehen Geduld und die Bereitschaft, sich auf sein Gegenüber einzulassen.

Die aktuelle Lage ist allerdings alles andere als ideal. Unser kleines Team hatte regelmäßig mit Ausfällen zu rechnen, bis es auf eine Person zusammenschmolz: alleine verwaltete ich nun also jeden Donnerstag die Gesprächsrundeim Westend Wilhelmsburg. Dieser Ort übrigens stellte sich als einer der gemütlichsten Gemeinschaftsräume heraus, die ich bisher kennengelernt habe. Leider nahm die Gemütlichkeit mit den Teilnehmerzahlen ab, nachdem ich nur schwer für die Kontinuität der kleinen Kurse garantieren konnte. Es war schade um all die guten, wirklich multikulturellen Bekanntschaften, die sich im Zuge dieses wöchentlichen Beisammenseins zustande kamen – dies nämlich erwies sich wiederum als vielleicht sogar größter Mehrwert. Und dennoch reißt der Kontakt dank sozialer Medien und gelegentlicher Treffen nicht mehr allzu leicht ab.

Aufwind kam dann Anfang 2017: zwei neue solidarische Kolleg*innen kündigten sich an, das Westend jeden Donnerstag mit Leben zu bevölkern. Hierzu steht noch eine kleine einteilige Schulung aus, die, wie das gesamte Projekt, durch Spenden finanziert wird. Demnach, und die neuen Flyer kommen auch bald, hoffe ich auf eine Belebung des Projekts in den nächsten Wochen und Monaten. Mögen die Gespräche aufleben und uns für die flaue Zeit entschädigen.