12. März 2017: Kinderbetreuung in Harvestehude – Reflexion

Nach dem letzten Update von uns ging es mit der Kinderbetreuung nur positiv weiter. Durch unsere Unterstützung und die Unterstützung weiterer, neuer Helfer kann die Kinderbetreuung mittlerweile von Montag bis Freitag genutzt werden.

Man merkt richtig, wie wichtig es für die Kinder und die Eltern ist, diese 2 Stunden am Tag zu haben. Die Kinder können nach der Vorschule bzw. nach dem Kindergarten nochmal abschalten, mit Freunden aus der Unterkunft gemeinsam spielen und verbessern ihre sprachlichen Fähigkeiten ungemein. Der sprachliche Fortschritt lässt sich besonders gut beobachten. Kinder, welche am Anfang vielleicht schlecht bis gar kein Deutsch sprechen konnten, können mittlerweile ganze Sätze sprechen und verstehen auch, was wir ihnen sagen wollen. Auch wollen die Kinder lernen und sind immer total begeisterungsfähig, vor allem für neue Spiele und vor allem für Puzzle und Ausmalbilder.

Meist sind es so 5-10 Kinder, die gleichzeitig die Betreuung in Anspruch nehmen, ab und an sind es dann aber auch mal mehr und mal weniger. Wenn es sehr viele Kinder sind, ist es manchmal schon sehr anstrengend, da die Räumlichkeiten wirklich nicht groß sind und es natürlich dann auch viel öfter zu Streit und Uneinigkeiten kommt. Aber das ist ja etwas komplett Normales, wenn man mit Kindern arbeitet.

Was die Kommunikation untereinander angeht, lässt diese oft noch zu wünschen übrig. Zwar ist es gut, dass wir uns über einen Doodle Kalender eintragen können, für die Tage, an denen wir Zeit haben, allerdings kann es dadurch auch schnell mal vorkommen, dass sich an  einem Tag zu wenige eintragen und die Kinderbetreuung deshalb ausfallen muss. Dies ist dann wirklich sehr schade, vor allem für die Kinder.

Was auch etwas störend ist, ist dass wird zum Beispiel keine Namensliste von den Kindern führen dürfen. Dadurch fällt die Kommunikation oft etwas schwer. Kinder fühlen sich natürlich wohler, wenn man sie mit Namen anspricht. Sich alle Namen zu merken, ist natürlich nicht so einfach. Auch dürfen wir mit den Kindern aus Versicherungsgründen bei sehr heißem Wetter (dies war zwar noch nicht der Fall) nicht rausgehen und müssen in dem kleinen Kellerraum bleiben, in welchem wir nicht mal ein Fenster öffnen können, weil das Fenster so tief gelegt ist, dass die Kinder einfach rausrennen würden.

Es gibt also schon einige Probleme, für die wir dringend eine Lösung brauchen, deshalb wird es  bald wieder eine Teambesprechung geben, wo solche Themen direkt angesprochen werden können. Alles in allem macht uns die Kinderbetreuung aber sehr viel Spaß und wir haben nicht vor, damit in naher Zukunft aufzuhören.

Falls euer Interesse geweckt wurde und ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr gerne einfach die Unterkunft in Harvestehude direkt kontaktieren – oder uns über Cornelia eine Mail schicken: cornelia.springer@uni-hamburg.de. Neue Helfer werden natürlich immer gesucht und gebraucht!