15. November 2016: How To: A Refugee’s (Video) Guide to Germany – Zwischenstand

Zielsetzung und Vorgehen

Ziel des Projekts ist die Einrichtung und die Pflege eines Youtube-Kanals.

Ausgenutzt werden soll dafür vor allem der Trend hin zu kurzen, aussagekräftigen Youtube-Videos als Informations- und Bezugsmedium einerseits, zum anderen die Tatsache, dass die meisten Menschen und insbesondere Geflüchtete in Deutschland aus naheliegenden Gründen ein Smartphone besitzen.

Die Videos sollen eine Einstiegshilfe in den deutschen Alltag bieten, verständlich erklärt sollen außerdem Tipps und Tricks rund um ausschließlich für Asylantragsteller interessante Themen vorgestellt werden.

Zusätzlich sind allgemeine Videos über die „deutschen“ Mitbürger, Deutschland im Allgemeinen und speziell Hamburg denkbar. Die bisher fest geplanten Videos behandeln die Finessen des Asylantrags(-verfahrens), die Situation der Lampedusa-Gruppe und die Tücken des Immobilienrechts.

Unsere Kritik an bisherigen Aufklärungsvideos ist vielfältig: Sie sind teils schwer zu finden, teils zu kompliziert gehalten, ihre Informationen lücken- und wenig exemplarisch. Die Videos des BAMF namentlich lassen sich nur mit installiertem Flashplayer abrufen und befinden sich auf einer Website, die lediglich in vier Sprachen zur Verfügung steht, unter denen sowohl Arabisch als auch Farsi fehlen.

Was besonders den inhaltlichen Aspekt anbelangt, nehmen wir im Verlaufe des Projekts Kontakt zu Interessierten und Institutionen mit langjähriger Expertise, wie dem Café Exil oder dem Café Akonda, auf und wollen versuchen, zuverlässige Informationen aus Fachliteratur ebenfalls in die Videos mit einzubringen.

Technisch bzw. formal sollen die Beiträge gefilmt werden und sich sowohl aus Interviews, kleinen Stadtrundgängen und Beispielhandlungen zusammensetzen. Eine Übersetzung soll u.a. per Untertitel in mehrere Sprachen erfolgen; zur Verfügung stehen uns dafür bislang Übersetzer für Englisch, Arabisch und Spanisch —erste Kontakte zu einem Farsi-Übersetzer sind hergestellt. Die Vermittlung von weiteren diesbezüglichen Kontakten von außen wäre wünschenswert: Insbesondere Urdu wäre zur Zeit zur Erweiterung der Zielgruppe von Interesse, um unser Hilfs- und Informationsangebot genauer an die aktuelle Nachfrage anzupassen. Allerdings wurden wir von Expertenseite auch schon darauf hingewiesen, dass die meisten Menschen aus diesem Sprachgebiet erfahrungsgemäß über gute Englischkenntnisse verfügen.

Die für die Durchführung unseres Projektes benötigte technische Ausrüstung wird uns von der Universität Hamburg als Leihgabe zur Verfügung gestellt.

Zwischenstand 15. November 2016

Bis zum 15. November sind erfolgt:

  • Erarbeitung des obenstehenden Konzepts
  • Organisation, Vorbereitung und Durchführung eines Interviews mit Claude Gbocho vom Café Akonda
  • detaillierte Planung eines ersten Videos zum Thema „Ankommen in Deutschland“pastedgraphic-1
    Impression vom Interview mit Claude Gbocho vom und im Café Akonda