Projekt Mission Zukunft am Elbcampus

Exkursion am 15. Dezember 2016

ExkursionsteilnehmerInnen: Beyza, Amine, Rabia, Michel, Flo

Am 15.12. besuchten wir das Projekt Mission Zukunft am Elbcampus: Beratung über Anpassungs- und Nachqualifizierung in Hamburg und führten ein Gespräch mit Frau Magdalena Pranga, der Koordinatorin Bildungsmanagement.

Das Projekt „Mission Zukunft“ hat sich auf die Weiterbildung und Weitervermittlung von Menschen spezialisiert, welche aus verschiedensten persönlichen Gründen eine Neu- oder Umschulung oder aber eine Weiterbildung benötigen. Hierbei handelt es sich bei einem hohen Anteil der Klient*innen um Menschen mit Migrationshintergrund. Auch Geflüchtete nehmen die Beratungsangebote wahr, welche entweder auf Deutsch, Englisch oder bei Anwesenheit eines Dolmetschers/einer Dolmetscherin in der gewünschten Sprache geführt werden. Der Dolmetscher/die Dolmetscherin muss dabei keine zertifizierte Qualifizierung vorweisen, sondern lediglich zur lückenlosen Kommunikation in der Lage sein. Die Gespräche sind kostenlos und richten sich an Leute über 25 Jahre, von denen die meisten bereits Berufserfahrung haben.

Für die Arbeit im Rahmen des Programms „Refugees welcome – aber wie?“ an der UHH ist interessant, dass der Elbcampus sich bei der Vermittlung von Qualifizierungsangeboten nicht an Menschen richtet, deren Aufenthalt in Deutschland eindeutig auf mittlere Sicht gefährdet ist. So soll sichergestellt werden, dass einmal begonnene Ausbildungen auch beendet werden können. Syrer*innen zum Beispiel haben es in der Gesamtheit betrachtet leichter als Afghan*innen.

Frau Pranga betonte ihre beinahe ausschließlich positiven Erfahrungen mit Migrant*innen und Geflüchteten und zeigte uns im Anschluss an das Gespräch einige der Räumlichkeiten und der Ausstattung, welche im Gebäude des Elbcampus beherbergt sind. Unter anderem sahen wir eine Halle für Schweißer, einen nachgebildeten Manufakturbetrieb für angehende Zahntechniker sowie die gigantische Imitation eines Friseursalons.

Zum Abschluss erhielten wir jeweils ein Mäppchen mit Materialien, die auch die Klient*innen erhalten.

Mitbringen zur Beratung müssen Klient*innen folgende Unterlagen:

  • Ausbildungsnachweise
  • Arbeitszeugnisse
  • deutsche Übersetzungen der Dokumente
  • Auflistung der beruflichen Erfahrungen und Tätigkeiten (in etwa Lebenslauf)

Wir behalten das Projekt „Mission Zukunft“, welches sehr bald leider mit Finanzierungsschwierigkeiten zu kämpfen haben wird, als offene und zwanglose beratende und praktisch ausbildende Instanz im Hinterkopf.