Migration aus Afrika und Kommunikation in Hamburg: Die Beispiele Eritrea & Äthiopien – Sprachwerkstatt Deutsch-Tigrinya/Amharisch

Die Sprachwerkstatt „Deutsch-Tigrinya/Amharisch“ wurde im Sommersemester 2016 von Dr. Getie Gelaye & Martin Haars als Lehrveranstaltung (Übung) ins Leben gerufen und wird im Wintersemester 2016/17 fortgesetzt.

Die Übung soll die Kontaktaufnahme und Kommunikation mit Geflüchteten aus Afrika, speziell Nordostafrika – insbesondere Eritrea & Äthiopien –, die in Hamburg leben, ermöglichen. Hamburger Studierende sollen die Möglichkeit erhalten, Grundlagenwissen über die Sprachen Eritreas/Äthiopiens – vor allem Tigrinya/Amharisch – zu erwerben und einfache praktische Anwendungsmöglichkeiten in Form von Sprachtandems zu finden.

Die Übung wird hierfür grundlegende Hilfestellungen und einen geeigneten organisatorischen Rahmen liefern. Es werden sowohl praktische als auch wissenschaftliche Fragestellungen zu erörtern sein:

  • Wie gestalte ich ein Sprachtandem auf sinnvolle Art und Weise? (Erwartungen, Ziele)
  • Welche Lern-„Herausforderungen“ ergeben sich beim L2/L3-Spracherwerb auf Seiten der Geflüchteten als auch auf Seiten der Studierenden?
  • Was soll „Integration durch Spracherwerb“ bedeuten? (Reflektion über Sprachlernen und Techniken des Lernens)
  • Welche Möglichkeiten gibt es, eine äthio-semitische Sprache (wie Tigrinya/Amharisch) im Eigenstudium zu studieren? (Nutzung der Lehrbücher, Wörterbucharbeit, Organisation von Notizen, Recherchetechniken, etc.)
  • Wie kann ich lernen, Interviews zu führen und diese wissenschaftlichen Standards gemäß zu dokumentieren?
  • Wie kann ich eine Unterrichtseinheit Deutsch-als-Fremdsprache (DaF) vorbereiten und mir die hierfür benötigten Informationen eigenständig beschaffen?

Im Idealfall soll die Sprachwerkstatt Studieninhalte verbinden, die in anderen Lehrveranstaltungen bereits behandelt wurden, aber nicht vertieft werden konnten (Interviewtechniken, Lehrmittelentwicklung, Strukturkurs Tigrinya, Sprachkurse Amharisch, …).

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende der Abteilung für Afrikanistik und Äthiopistik (Asien-Afrika-Institut) sowie Geflüchtete aus Eritrea/Äthiopien, die in Hamburg leben. Sie steht aber prinzipiell auch Studierenden anderer Institute/Fachbereiche offen.

Die Anmeldung erfolgt über das STiNE-Portal.

Interessierte Studierende werden vorab gebeten, (a) sich mit der Lebenssituation von Geflüchteten in Hamburg vertraut zu machen (Zeitungslektüre, Internet-Recherche,…), (b) einführende Lektüretexte vorzubereiten (Artikel der Encyclopaedia Aethiopica: Amharisch/Tigrinya/Eritrea…).