Hamburg KW 27

Zahl der Abschiebungen angestiegen

Flüchtlingsgipfel zwischen Volksinitiative und Spitzen von SPD und Grünen

Bessere Sicherheitsbedingungen nach Badeunfällen


Zahl der Abschiebungen angestiegen

In Hamburg ist die Zahl der durchgeführten und anvisierten Abschiebungen im ersten Halbjahr des Jahres 2016 stark angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die Zahl mehr als vervierfacht (442 Ausreisepflichtige im gleichen Zeitraum 2015). In den ersten Monaten des Jahres 2016 waren insgesamt 2066 Männer, Frauen und Kinder aus Hamburg ausreisepflichtig. 1605 davon traten ihre Reise selbst an, während 419 Menschen abgeschoben wurden in ihre Heimatländer und weitere 42 in zuständige Drittstaaten. Insgesamt gab es Ende Mai sogar 6884 Ausreisepflichtige, 5387 von ihnen verfügten aber über eine Duldung oder bekamen in dem Zeitraum eine Duldung.

Im Juni wurden in Hamburg außerdem 808 Schutzsuchende registriert, womit die Zahl der Neuankömmlinge immer noch extrem gering ist im Vergleich zum Vorjahr.

(Quelle: Hamburger Abendblatt online)

Flüchtlingsgipfel zwischen Volksinitiative und Spitzen von SPD und Grünen

Am 10.07.2016 kam es zur Endphase der Verhandlungen zwischen der Volksinitiative gegen Großunterkünfte und den Spitzen von SPD und Grünen in Hamburg. Die Verhandlungen sollten einen möglichen Volksentscheid verhindern. Bis zum 11.07. habe es eine Einigung geben müssen, sonst drohte der Volksentscheid. Die Bürgerschaft hatte dieses Datum bedingt, da sie nur so das Thema noch vor der Sommerpause aufgreifen könnte.

(Quelle: NDR 90,3)

Bessere Sicherheitsbedingungen nach Badeunfällen

Nach den tödlichen Badeunfällen in Seen im Bezirk Bergedorf im Juni 2016, bei denen auch mehrere Geflüchtete ums Leben kamen, die nicht schwimmen konnten, wurde neu über die Sicherheit an Badeseen debattiert. Der Bezirk will nun das Baden in den Seen im Osten Hamburgs sicherer gestalten. Hierzu wurden u.a. Schilder mit Zeichnungen aufgestellt, die auch ohne Deutschkenntnisse verständlich auf die Gefahren von Abbruchkanten, Wassertiefe etc. hinweisen. Außerdem sei ein Notfallplan für Unfälle geplant und die Nichtschwimmerbereiche in den Badeseen sollen besser gekennzeichnet werden. Weiterhin sollen Gewässer, die nicht als offizielle Badestellen gelten, nicht zum Schwimmen einladen. Hierfür wurde unter anderem der Badesteg am Westensee abgebaut.

Weiterhin ist in Planung, die Teilnahme am Schwimmunterricht für Geflüchtete zu erleichtern und mehr Kurse angeboten werden. Dazu werden auch Flyer in den Unterkünften, aber auch an den Seen ausgelegt, die in verschiedenen Sprachen über mögliche Gefahren beim Baden informieren.

(Quelle: NDR online)