Dr. Christiane J. Fröhlich

Christiane Fröhlich ist Mercator-IPC-Fellow am Istanbul Policy Center der Sabanci Universität in Istanbul, sowie Research Fellow am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Fluchtursachen, insbesondere mit veränderten Umweltbedingungen, die Migrationsentscheidungen beeinflussen können. Sie hat sich intensiv in ethnographischer Feldforschung mit einer klimabedingten sog. „Jahrhundertdürre“ im prä-revolutionären Syrien und ihrer Rolle für den Syrienkrieg auseinandergesetzt. Sie erforscht außerdem die Rolle des Globalen Nordens für aktuelle Migrationsbewegungen aus dem Globalen Süden aus postkolonialer Perspektive. Während ihres Forschungsaufenthalts in der Türkei erforscht sie die Folgen des EU-Türkei-Abkommens für die Lebensrealität von Flüchtlingen in der Türkei, und bereitet ein neues Projekt zur politischen Krise der EU im Bereich (Im)Migration vor, das sich insbesondere mit der Frage beschäftigt, wer eigentlich zum europäischen Staatenprojekt dazugehören darf („Who belongs?“). In der Vergangenheit hat sie sich intensiv mit Wasserkonflikten auf der internationalen, nationalen und lokalen Ebene sowie mit dem israelisch-palästinensischen Kernkonflikt und seinen geopolitischen Implikationen für den Nahen und Mittleren Osten auseinandergesetzt. Sie wurde am Zentrum für Konfliktforschung der Universität Marburg promoviert und ist Absolventin des Masterstudiengangs „Peace Research and Security Studies“ der Universität Hamburg. Hier geht es zu ihrer Homepage.