31. März 2017 – Arbeit mit gehörlosen Geflüchteten – Schlussreflexion

Im Laufe des Semesters habe ich mich unregelmäßig mit H. getroffen. Er ist zu 80% schwerhörig und will Deutsch lernen. Die deutsche Gebärdensprache beherrscht er schon sehr gut, möchte aber gerne die deutsche Lautsprache besser können und sich darin verständigen können. Mit diesem Projekt haben wir versucht dem einen Schritt näher zu kommen.

Es war für uns relativ schwierig uns zu treffen, weil er selber nicht in Hamburg wohnt, sondern in einer Kleinstadt in Niedersachsen. Wir haben uns dann aber doch auf einige Tage verständigen können und uns ein paarmal zum Deutschsprechen getroffen.

Anfangs war es sehr schwierig abzuschätzen, was er eigentlich schon kann und kennt und was nicht. Wir konnten uns aber über alle möglichen Themen unterhalten, und H. hat viel verstanden. Abgesehen von der Sprachbarriere von Persisch zu Deutsch, kam noch dazu, dass er akustisch viele Dinge logischerweise nicht verstanden hat. Um dem entgegenzuwirken, haben wir nach ruhigeren Orten gesucht, wo nicht zu viele Menschen waren, die uns akustisch einschränken.

Trotz dieser Schwierigkeiten hat H. dennoch viel Deutsch gesprochen und hatte nun auch die Möglichkeit es zu tun, um dies zur Normalität machen zu können. Über die Semesterferien haben wir ein wenig den Kontakt verloren, aber ich wünsche mir, dass wir diesen wiederaufnehmen und das Projekt weiterlaufen lassen können, bis H. sich wohl und befähigt genug fühlt, Deutsch zu sprechen.